Käfige




Der Käfig sollte ein abwechslungsreicher Spielplatz mit vielen Versteck-, Kletter- und Nagemöglichkeiten sein. So wird den Tieren nie langweilig und sie können ihren enormen Bewegungsdrang stillen.


Größe

Grundsätzlich gilt: Ein Käfig kann nie groß genug sein!

Für zwei Chinchillas sollten die Maße mindestens 1m (h) x 1m (b) x 0,6 m (t) sein. Besser wäre natürlich größer. Ist der Käfig höher als ein Meter, sollten auf dieser Höhe Zwischenbretter eingebaut werden. So können sich die Kleinen nicht verletzen, wenn sie beim Springen von Brett zu Brett mal abstürzen.

Am besten baut man sich seinen Traumkäfig selber. Anregungen findet man im Internet und bei anderen Haltern.

Es gibt aber auch spezielle Groß - Volieren im Fachhandel, die allerdings sehr teuer sind.




Standort

Der Standort eines Chinchillakäfigs muss verschieden Voraussetzungen erfüllen, damit sich die kleinen Nager wohlfühlen und nicht krank werden.

Der Käfig darf nicht im Zug stehen! Der Standort sollte hell sein, jedoch nicht in direkter Sonneneinstrahlung. Durch sein dichtes Fell kann ein Chinchilla eher Kälte als Hitze vertragen, daher bitte nicht in überheizte Räume und in direkte Heizkörpernähe stellen. (Temperaturen sollten zwischen 15 – 21 °C liegen). Keine zu hohe Luftfeuchtigkeit (45-60 % sind ideal). Am besten stellt man den Käfig an eine Wand, in einer Ecke, wo die Tiere tagsüber die Ruhe finden, die sie brauchen.

Zudem sollte ständig für eine gute Belüftung gesorgt werden.

Absolut ungeeignete Standorte sind: Waschküchen, Dachböden ohne Isolierung gegen Hitze und Kälte, feuchte Keller, stickige und verrauchte Räume, Garagen, dunkle Kammern. Bitte die Tiere auch niemals direkt neben Fernseher oder Stereoanlagen stellen!




Inneneinrichtung

Unabhängig, ob der Käfig nun aus Holz oder aus Gitter ist, sollten keine scharfen Kanten und keine Kunststoffteile enthalten sein.

Ganz wichtig ist das Schlafhaus (am besten aus Holz), das auf dem obersten Sitzbrett angebracht wird. Hier kann sich das Chinchilla tagsüber zum Schlafen zurückziehen. Gut geeignet sind auch Tonröhren (im Baustoffhandel erhältlich), die man auf den Boden legt.



Auch Röhren aus Kork, die man entweder aufhängt oder auf den Boden legt, finden bei den possierlichen Nagern großen Zuspruch.




Sitzbretter sollten aus unbehandeltem Fichtenholz sein und je nach Größe des Käfigs auf verschiedenen Höhen angebracht werden. Idealerweise kann ein Chinchilla von Brett zu Brett Sprünge von 30 – 50 cm machen.

Der Futternapf muss schwer sein, damit er beim Herumhüpfen der Chinchillas nicht umgestoßen wird. Am besten aus To oder Keramik. Das lässt sich auch leicht reinigen. Als Wasserspender eignen sich Hamster- oder Hasentränken. Eine Heuraufe (aus verzinktem Draht) schützt das Heu vor Verunreinigungen.

Die Badewanne für das tägliche Sandbad muss hochwandig und groß genug sein, damit sich das Chinchilla darin bequem wälzen kann. Sie sollte aus stabilem Glas, Ton oder Keramik sein.

Kletteräste können mit speziellen Asthaltern oder aber einfach festgeklemmt oder verschraubt werden. Die Äste sollten von Weiden, Buchen, Haselnusssträuchern, Fichte oder Pappel sein.

Als Einstreu haben sich die guten alten Hobelspäne bewährt. Sie sind sehr saugfähig und die feuchten Späne aus den Urinecken lassen sich leicht entfernen – so entstehen keine unangenehmen Gerüche.





Hier einige Beispiele meiner Käfige: